292 mal wurden die KameradInnen der Feuerwehr Strasshof auf irgendeine Art und Weise (z.B. Alarmpager, Alarm-SMS oder gar per Sirene) zu einem Einsatz alarmiert. Nicht nur im Gemeindegebiet Strasshof (und somit Einsatzgebiet der Feuerwehr Strasshof) waren Einsatzleistungen zu erbringen, sondern auch außerhalb unseres Einsatzbereiches waren die KameradInnen der Feuerwehr Strasshof im Einsatz.
Ganze
7 mal musste gemeinsam mit der Nachbarfeuerwehr
Schönkirchen-Reyersdorf zu einem Einsatz außerhalb Strasshofs ausgerückt werden, die meisten davon nach einem Verkehrsunfall mit Menschenrettung. Weitere
3 mal war die Nachbarfeuerwehr Gänserndorf an unserer Seite. Leider war es auch ein Einsatz in Gänserndorf der alle Einsatzkräfte an ihre physischen und psychologischen Grenzen brachte. Sicherlich werden Sie sich noch an den Brand in der Ferdinand Weiss Gasse erinnern, bei dem zwei Kleinkinder qualvoll erstickt sind. Solche Einsätze zeigen immer wieder deutlich, dass die Rettungskräfte nicht immer das Unmögliche möglich machen können und sind vor allem für Einsatzkräfte mit eigenen Kindern/Familie eine besondere Belastung.
Je einen Einsatz gab es gemeinsam mit den Feuerwehren
Deutsch Wagram (Wohnhausbrand),
Groß Schweinbarth (Sturmschaden) und einen in
Markgrafneusiedl (Schottergrube). Auch außerhalb des Bezirks Gänserndorf waren Einsatzkräfte der Feuerwehr Strasshof im Einsatz.
Im März 2009 wurde die Feuerwehr Strasshof zu einem Großbrand nach
Bockfließ (Bezirk Mistelbach) alarmiert. Ein weiterer Einsatz war im Bezirk Bruck/Leitha zu verzeichnen. Einsatzkräfte aus Strasshof wurden zu einem
Wohnhausbrand nach
Bad Deutsch-Altenburg alarmiert, um mit den neu angeschafften Ausrüstungsgegenständen des KRF-S auszuhelfen.
Natürlich konnte sich die Feuerwehr Strasshof und die Bevölkerung Strasshofs auch im Jahr 2009 auf die Nachbarfeuerwehren verlassen.
Mehrere Male kamen die Feuerwehren der Umgebung der Feuerwehr Strasshof in Strasshof zu Hilfe (bestes Beispiel:
der Brand einer Lagerhalle beim Autohaus Haidweger). Gelebte Kameradschaft in jeder Hinsicht - jeder hilft jeden. Gemeinsam konnten viele Menschenleben bzw. Tierleben gerettet werden, viel Sachgut geschützt, beschützt und gerettet werden.
Im Einsatzgebiet gab es wieder einige Stürme, die Bäume gefällt haben. Auch die Nachwirkungen solcher Naturereignisse dauern immer mehrere Wochen, weil bereits geschwächte Bäume Häuser bedrohen oder bereits gefallen sind. Die Verkehrsunfälle auf der B8 innerhalb Strasshofs hielten sich in Grenzen, auch auf den weiteren Gemeindestraßen waren die Verkehrsunfälle nicht steigend aber noch immer zu hoch. Dafür gabs auf der Landesstraße zwischen Schönkirchen-Reyersdorf gleich mehrere Unfälle mit Menschenrettung. Auch die B8 zwischen Gänserndorf und Strasshof war einige Male Schauplatz schwerer Unfälle.
Oft musste die Feuerwehr Strasshof zur Unterstützung des Roten Kreuz Gänserndorf ausrücken. Hierzu zählen Menschenrettungen über die Drehleiter, Türöffnungen oder einfach durch technische Hilfeleistungen. Gemeinsam mit den sehr engagierten Feuerwehrärzten, dem Roten Kreuz Gänserndorf und den First Respondern aus Strasshof konnte vielen geholfen werden - den meisten das Leben gerettet werden.
Nicht immer konnten die Einsatzkräfte Menschenleben retten. So war zum Beispiel der Brand in Gänserndorf für zwei Kleinkinder tötlich.
Bei den Bränden war der Brand einer Lagerhalle von der Firma Haidweger der einzige Großbrand auf strasshofer Einsatzgebiet. Ansonsten gab es mehrere Zimmerbrände die Gott sei Dank rechtzeitig abgelöscht werden konnten. PKW Brände waren ebenso zu bekämpfen wie Flur-, Wald- und Bahndammbrände.
Tierrettungen waren 2009 ebenfalls zu bewältigen. Gleich mehrere Katzen mussten von Bäumen gerettet werden.
Kleine statistische Übersicht und Vergleich mit dem Jahr 2008 (incl. Sturmkatastrophe):
- Gesamteinsatzzahl: 292 (2008: 383)
- Technische Einsätze: 232 das sind 79,4% aller Einsätze (2008: 330, 86,1%)
- Brandeinsätze: 21 das sind 7,2% aller Einsätze (2008: 21, 5,5%)
- Brandsicherheitswachen: 39 das sind 13,4% aller Einsätze (2008: 32, 8,4%)
- Einsätze außerhalb des Strasshofer Einsatzgebietes: 15 das sind 5,1% aller Einsätze (2008: 11, 2,9%)
Auch wenn die Gesamteinsatzzahl zurück gegangen ist, sieht man, dass die Anzahl der Brandsicherheitswachen gestiegen ist, auch die Brandeinsätze sind gleich geblieben. Auch die Einsätze außerhalb des Einsatzgebietes sind gestiegen - ein Beweis dafür, dass die gute Ausrüstung und Ausbildung auch von anderen Feuerwehren in Anspruch genommen werden.
Alles in Allem war das Jahr 2009 ein solides, ereignisreiches Jahr, gespickt mit ein paar Großhighlights und vielen kleineren, zeitverschlingenden Einsatztätigkeiten wie auch zum Beispiel die Entfernung von Wespennestern.
Das Kommando der Feuerwehr Strasshof möchte sich bei allen Feuerwehren, der Gemeinde und vor allem bei den KameradInnen für die erfolgreiche Zusammenarbeit und die vielen unentgeltlich geleisteten Stunden bedanken! Möge das Jahr 2010 ein einsatzarmes werden und alle Einsatzkräfte wieder gesund nachhause kommen!